30.10.2018 0 Kommentare

Unser Kampf

Der Dokumentarfilm „Unser Kampf“ entwirft das Porträt einer Familie in Israel, deren Großeltern aus Wien und Polen vertrieben wurden, und die in Israel seit 73 Jahren ums Überleben kämpft.

Foto: filmdelights

Zu Wort kommen drei Generationen einer Familie, die in Summe neun Kriege erlebt hat – als Opfer und als Täter.  Der Film zeigt die Schicksale und Lebenswelten der Familie Kurz/Guy und ihre Traumata, die von den erlebten neun Kriegen sowie anderen Bedrohung, mit denen sie zu kämpfen hatten, herrühren.  Damit gibt „Unser Kampf“ einen neuen Einblick in die Gesellschaft des Landes Israel: seine Geschichte, Kriege und Konflikte. Die Ängste und Hoffnungen der israelischen Gesellschaft erhalten generationsübergreifend im Mikrokosmos einer Familie plötzlich ein Gesicht, werden lebendig, anschaulich und spürbar. Oder, wie die 1930 in Wien-Leopoldstadt geborene Mira Fritzi Kurz, die mit neun Jahren mit ihrer Mutter aus Österreich flüchten musste, es ausdrückt: „Alle unsere Erinnerungen sind mit Kriegen verbunden. Wir können nicht fünf Minuten sprechen, ohne irgendeinen Krieg zu erwähnen. Unglaublich. Ein wunderbares, verfluchtes Land!“  Mit „Unser Kampf“ gelingt Regisseur Simon Wieland und Andreas Kuba (Buch & Interviews) eine Familiensaga als Spiegelbild der israelischen Gesellschaft.

Regisseur Simon Wieland sagt über seinen Film: „Israel, das ‚gelobte Land‘, ist heute das wohl meist gehasste Land der Welt. Ein Land, das seit Jahrzehnten im Brennpunkt von Konflikten und divergierenden Meinungen steht.  Doch so tief und breit die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in Deutschland und Österreich in den vergangenen Jahrzehnten war, so oberflächlich, von Unkenntnis und Vorurteilen geprägt, ist heute das Wissen über den Staat Israel und seine BewohnerInnen, der letztlich nur aufgrund des Holocaust entstanden ist. Kaum jemand kennt die Geschichte und Lebenswelten jener Menschen und ihrer Nachkommen, die ja erst aufgrund der Vertreibung durch die Nationalsozialisten zu Israelis geworden sind.“

Nach der Vorstellung am Donnerstag werden Regisseur Simon Wieland und Andreas Kuba (Buch & Interviews) dem Publikum für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.

vorstellungen | 7.11., ab 18.15h & 8.11., ab 20.30h
Filmbühne Waidhofen/Ybbs, Kapuzinergasse 7, 3340 Waidhofen/Ybbs

Kartenpreise: 8,50 Euro regulär, 7 Euro ermäßigt, 6 Euro für Filmzuckerl-Mitglieder
Kartenvorverkauf: www.ntry.at
Kartenreservierung & Information: 0680 110 76 22

web | www.filmzuckerl.at
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Rubrik:: Kultur

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