10.02.2017 0 Kommentare

Verein Filmzuckerl: “Egon Schiele – Tod und Mädchen”

Der Verein „Filmzuckerl“ zeigt „Egon Schiele – Tod und Mädchen“ am Mittwoch, 15. Februar 2017, um 20.30 und am Donnerstag, 16. Februar 2017, um 18.15 Uhr in der Filmbühne Waidhofen/Ybbs.

Foto: Thimfilm

Foto: Thimfilm

Wien im Herbst 1918: Hunger und Kälte bedrohen das Leben der kriegsmüden Bevölkerung. Viele werden Opfer der Spanischen Grippe. Auch Egon Schiele erkrankt an der Seuche. Seine Schwester Gerti tut alles, um das Leben ihres Bruders zu retten. Seit ihrer Kindheit teilt sie das Künstlerleben ihres Bruders, der nach seinem Rausschmiss aus der Akademie am Dachboden eines schäbigen Wiener Zinshauses sein erstes Atelier eingerichtet hat. Hier arbeitet er tagsüber und Gerti ist sein Akt-Modell –  sein einziges. Die Nächte verbringt er mit Freunden in den Vorstadtvarietés, um Studien zu machen. Gerti genießt ihre Rolle als Modell, bis ihr Bruder ein anderes Modell anschleppt: Moa, eine dunkelhäutige Nackttänzerin aus dem Varieté. Als Egon mit seinen Freunden eine Künstlergruppe bildet und Wien Richtung Krumau im Böhmerwald verlässt, kommt Moa mit ihm. Wie ein Schwarm bunter Vögel fallen die „Neukünstler“ in die kleine Stadt ein. Ihre gemeinsamen Experimente betreffen bald nicht mehr bloß den künstlerischen Ausdruck, auch Sex und Drogen werden erforscht. Gerti stört es sehr, dass ihr Bruder jetzt eine andere Frau als Modell bevorzugt. Aus Rache nimmt sie sich Egons Freund Anton als Partner für eine Nacht. Das macht Egon so wütend, dass er das Experiment der „Künstlergruppe Krumau“ schlagartig beendet. Im Winter darauf wird Gerti von Anton schwanger. Doch Egon, seit dem Tod des Vaters das Familienoberhaupt, verweigert seiner Schwester die Erlaubnis zu heiraten. Er lebt jetzt zurückgezogen in einem Häuschen im Wienerwald. Dort wird die 17-jährige Wally Neuzil Egons wichtigstes Modell und seine Geliebte. In dem Gemälde „Tod und Mädchen“ verewigt er sie. Doch als der Ausbruch des Ersten Weltkrieges sein künstlerisches Schaffen gefährdet, entscheidet er sich, Wally zu opfern.

„Egon Schiele – Tod und Mädchen“ wurde für den Österreichischen Filmpreis 2017 in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste weibliche Darstellerin (je eine Nominierung für Valerie Pachner und Maresi Riegner), Beste Regie und Bestes Drehbuch nominiert. Bei der Verleihung am Mittwoch, 1. Februar, konnte Valerie Pachner den Preis für die Beste weibliche Hauptrolle in Empfang nehmen.

filmbühne waidhofen | Kapuzinergasse 7,
Kartenreservierung: 0680 1107622
filmzuckerl.at, facebook.com/Filmzuckerl

Rubrik:: Kultur

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