11.03.2014 0 Kommentare

Verteilaktion in ganz NÖ: ÖGB Frauen informieren über Benachteiligung von Frauen.

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Im Bild (v.l.n.r.): Gerlinde Niederwimmer, Sigrid Bensch, ÖGB Regionalfrauenvorsitzende Region Donau Helga Kittenberger, Gabriele Hackl
Foto: ÖGB

| Die ÖGB NÖ Frauen waren in ganz Niederösterreich unterwegs und informierten über die noch immer benachteiligte Situation von Frauen. Anlass war der 103. Internationale Frauentag, der an diesem Tag begangen wurde. Dieses Jahr stand der Frauentag unter dem Motto „Brot und Rosen“.

Die Botschaft, die die ÖGB NÖ Frauen bei der landesweiten Verteilaktion vermittelten, war klar und eindeutig, noch ist vieles zu tun, Frauen verdienen mehr als nur ein Stück Fairness, sie fordern die Gleichstellung ihrer geleisteten Arbeit ein. Die ÖGB NÖ Landesfrauensekretärin Elisabeth Preus brachte es auf den Punkt: „Brot und Rosen forderten schon mehr als 15.000 Textilarbeiterinnen, die am 8. März 1908 in New York auf die Straße gingen, um für ihre Rechte einzutreten, Brot als Symbol für wirtschaftliche Sicherheit, Rosen für mehr Lebensqualität. Heute über 100 Jahre nach dieser ersten Demonstration haben wir unser Ziel noch immer nicht erreicht. Ich empfinde das als eine Schande für eine moderne Gesellschaft wie Österreich. Wir sollten Vorreiter sein und nicht Schlusslicht.“

Aus dieser Lage heraus leiten die ÖGB NÖ Frauen ihre Forderungen ab. Gefordert wird ein Mindesteinkommen von 1500,- Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung, die volle Anrechnung der gesetzlichen Karenzzeit auf alle Ansprüche, der Ausbau qualitätsvoller Kinderbetreuung und längere Öffnungszeiten. Zudem fordern die Frauen einen Anspruch auf Elternteilzeit unabhängig von der Betriebsgröße, einen bezahltenPapa-Monat für alle sowie die Schaffung von Vollzeitjobs statt Teilzeitarbeit.

Dies solle dazu führen, dass Frauen ein eigenständiges Leben führen können und zusammen mit ihren Familien ein Auskommen haben. Geringere Bezahlungen, fehlende Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit führen gerade bei Alleinerzieherinnen in die Armutsfalle. Das dürfe die Gesellschaft nicht zulassen. Die ÖGB NÖ Frauen und mit ihnen der gesamte ÖGB NÖ würden nicht locker lassen, bis diese notwendigen Reformen umgesetzt sind.

Info | www.oegb.at

Rubrik:: Panorama

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