29.08.2014 0 Kommentare

Was man mit heimischen Obst- und Gemüsesorten alles anfangen kann.

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Selbstgemachtes Ketchup. Foto: Gabriele Homolka, “die umweltberatung”

| Im Spätsommer reifen viele heimische Obst- und Gemüsesorten. Kreative Rezepte wie Kürbis-Apfelmarmelade oder Zucchiniketchup machen Lust, die Ernte aus dem eigenen Garten in Gläser zu füllen und sie später zu genießen.

Es gibt viele Möglichkeiten für Selbstgemachtes aus dem Garten. Wichtig ist neben frischen, unbeschädigten und qualitativ hochwertigen Zutaten auch die passende Konservierungsmethode für das Obst und Gemüse zu wählen. So bleiben wertvolle Nährstoffe wie Vitamine weitestgehend erhalten. „Wer die Zutaten selbst aussucht, weiß auch über die Herkunft besser Bescheid. Der direkte Weg vom Garten auf den Teller liefert Frische, besten Geschmack, keine Pestizidrückstände, die kürzesten Transportwege und ist somit ökologisch empfehlenswert. Wichtig ist, den richtigen Erntezeitpunkt abzuwarten, denn nur voll ausgereiftes Obst und Gemüse weist volle Gehalte an Vitaminen und bioaktiven Substanzen auf“, erklärt Christa Ruspeckhofer, Leiterin des Bereichs „Umwelt & Leben“ bei der Energie- und Umweltagentur NÖ. Das praktische Saisonposter der eNu zeigt für 48 Sorten Obst und Gemüse, zu welcher Jahreszeit sie in Österreich im Freiland wachsen oder aus dem Vorratslager erhältlich sind.

Bio ist gesünder

Den Garten biologisch zu bewirtschaften, zahlt sich auch aus gesundheitlichen Gründen aus. „Bio-Qualität im Einmachglas ist unschlagbar. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen eindeutig für Bio-Produkte. Sie enthalten im Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln um 60 Prozent mehr gesundheitsfördernde Antioxidantien und weniger schädliche Schwermetalle – zum Beispiel um 50 Prozent weniger Kadmium“, erklärt Gabriele Homolka, Ernährungswissenschafterin von “die umweltberatung”. Das zeigt eine Studie der Universität Newcastle, die dazu 343 wissenschaftliche Publikationen ausgewertet hat. Antioxidantien schützen die Zellen im Körper vor Stress und verhindern dadurch Erkrankungen. Wer zuhause keinen Garten hat, kann sich seine Bio-Früchte auch im Supermarkt oder im Bio-Eck am Bauernmarkt kaufen. Auch Nachbarn sind oft froh, wenn sie übrige Erntemengen weitergeben können.

Tipps zum Haltbarmachen

Reifes Obst lässt sich gut zu Marmeladen, Fruchtaufstrichen und Gelees einkochen. Wer auf zusätzlichen Zucker verzichten möchte, nimmt statt Gelierzucker Agar-Agar das aus Rotalgen gewonnen wird und eine sehr hohe Gelierkraft besitzt. Für Chutneys und Relishes wird Obst oder Gemüse mit Essig, Zucker und Gewürzen wie Chili, Ingwer oder Kardamom verkocht. Beides passt als kalte Würzsoße zu Fleischgerichten, Getreidelaibchen und Käse. Auch Kräuterpestos geben vielen Speisen die richtige Würze: Die Mischungen aus hochwertigem Öl, gehackten Kräutern und Nüssen schmecken herrlich in Salatdressings, Soßen und Aufstrichen. Sie können im Kühlschrank einige Monate aufbewahrt werden.

Einlegen ist eine weitere Möglichkeit, Obst und Gemüse haltbar zu machen. Essig, Öl, Salz oder Alkohol dienen dabei als Konservierungsmittel. Für Essiggemüse eignen sich feste Gemüsearten wie Karfiol, Paprika, Sellerie, Rote Rüben, Pfefferoni, Karotten besonders gut. Beeren und Obst werden im Rumtopf angesetzt. Zum Trocknen eignen sich zum Beispiel Zucchini, Karotten, Paradeiser, Äpfel, Birnen und zahlreiche Kräuter gut. Dörrobst oder Rote Rüben Chips sind ideale Snacks. Ein optimales Trocknungsgerät ohne hohen Energieaufwand ist ein Dörrapparat. Selbst gemachter Saft wiederum  ist eine gute Alternative zu gekauften Fruchtsäften und stark zuckerhältigen Limonaden.

Das Saisonposter kann kostenlos unter 02742 219 19 bestellt, oder auf www.soschmecktnoe.at bzw. www.enu.at heruntergeladen werden.
Saisonale Rezepte zum Haltbarmachen: www.soschmecktnoe.at

Rubrik:: Panorama

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