22.03.2016 0 Kommentare

Zentren stärken, Ortskerne beleben: Mix aus vielen verschiedenen Maßnahmen führt zum Erfolg.

Die NÖ.Regional.GmbH lud die Bürgermeister der Hauptregion Mostviertel zum dritten „Frühstück mit der Region“ nach Scheibbs ins Töpperschloss. Gefrühstückt wurde zum Thema Zentrumsentwicklung und Ortskernbelebung und wie diese mit Fördermitteln des Landes Niederösterreich unterstützt werden können. Niederösterreichs Landesrat Stephan Pernkopf ist davon überzeugt, dass das Engagement aller Beteiligten sowie Maßnahmen- und Instrumentenvielfalt der Schlüssel zum Erfolg prosperierender Ortszentren sind.

LAbg. Bgm. Helmut Schagerl (Obmann-Stellvertreter Regionalverband noewest-mostviertel), Johannes Wischenbart (Büroleiter Mostviertel NÖ.Regional.GmbH), Abg.z.NR. Bgm. Georg Strasser (Obmann Regionalverband noewest-mostviertel), Landesrat Stephan Pernkopf, Walter Kirchler (Geschäftsführer NÖ.Regional.GmbH)

LAbg. Bgm. Helmut Schagerl (Obmann-Stellvertreter Regionalverband noewest-mostviertel), Johannes Wischenbart (Büroleiter Mostviertel NÖ.Regional.GmbH), Abg.z.NR. Bgm. Georg Strasser (Obmann Regionalverband noewest-mostviertel), Landesrat Stephan Pernkopf, Walter Kirchler (Geschäftsführer NÖ.Regional.GmbH) Foto: NÖ.Regional.GmbH

„Es gibt kein Patentrezept, wie Ortskerne vital bleiben und belebt werden können. Der Mix aus vielen verschiedenen Maßnahmen macht den Erfolg aus, vor allem aber braucht es großes Engagement aller Beteiligten! Das Land Niederösterreich stellt den Gemeinden viele verschiedene Instrumente und Fördermittel zur Zentrumsentwicklung zur Verfügung, in Kürze werden diese auch um ein neues Leerflächenmanagement erweitert“, erläutert Pernkopf, Landesrat für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, die Rolle Niederösterreichs bei der Zentrumsentwicklung. Zudem kündigte Pernkopf an, in den nächsten Monaten einen neuen Landesentwicklungsplan gemeinsam mit den Regionen und Gemeinden erarbeiten zu wollen. Auch dabei sollen Maßnahmen zur Zentrumsentwicklung ein wichtiges Kapitel einnehmen.

Die Gemeinde und ihr idealtypisches Zentrum

Jeder, der schon einmal einen Kuchen gebacken hat, weiß: es gibt einfache und komplizierte Rezepte. Über das Ergebnis entscheiden letztendlich aber die Zutaten. So ist es auch beim Rezept für ein idealtypisches Zentrum einer Gemeinde: der Mix macht’s aus, was Pernkopf bereits bei seinem Einführungsstatement betonte. Eine gute Infrastruktur gepaart mit Wohnraum und Einkaufsmöglichkeiten mit einem guten Branchenmix sowie Cafés und Gasthäuser runden das Profil ab. Und natürlich sollte es keinen Leerstand geben. „Was einfach klingt, ist in der Praxis gar nicht so leicht umzusetzen“, meint Wolfgang Alfons von der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik, Amt der NÖ Landesregierung. Die Instrumente, die das Land NÖ den Gemeinden für Zentrumsentwicklung zur Verfügung stellt, reichen vom „Energieausweis für Siedlungen“ bis zum Pilotprojekt „ZentrumsEntwicklung“.

Vorzeigegemeinden reagieren frühzeitig

Ybbsitz und Euratsfeld sind im Mostviertel Vorzeigegemeinden, die sich schon seit längerer Zeit mit der Zentrumsentwicklung beschäftigen. Teils aus der Notwendigkeit heraus, teils aus Weitsicht. Dass Euratsfeld einen attraktiven Ortskern erhielt, war vor allem durch Bürgerbeteiligung und dem gezielten Ankauf und Abriss von Objekten samt entsprechendem Masterplan möglich. Auch Ybbsitz ging die Ortskernbelebung aktiv an und reagierte sowohl auf sichtbare, als auch auf drohende Leerstände. Im wahrsten Sinne des Wortes standen hier folgende Aktivitäten im Zentrum: „Pop-up-Stores“, Themenveranstaltungen, Meinungsumfragen – unter anderem zu den Themen Ortskern und Wohnen – , thematische Arbeitsgruppen zu Wirtschaft und Bewusstseinsbildung wurden gegründet, und das Haus des Lebens soll dazu beitragen, das Zentrum wieder lebens- und liebenswert zu machen.

Fördergelder für Ortskernentwicklung

Niederösterreichische Gemeinden und Vereine, denen ein belebter und attraktiver Stadt- bzw. Ortskern wichtig ist, werden durch die NAFES, die Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Orts- und Stadtzentren, unterstützt. Das Land NÖ und die Wirtschaftskammer NÖ stellen dafür in der laufenden Förderperiode 2013 bis 2017 gemeinsam sechs Millionen Euro zur Verfügung. Fördergelder gibt es für Aktivitäten, die zum einen die Nahversorgung in ländlichen Gebieten sichern, und andererseits die Attraktivität städtisch geprägter Ortskerne nachhaltig erhöhen, neue Kundenkreise ansprechen und Stammkunden halten. Laut Alexandra Schlichting, Geschäftsführerin der NAFES, zählen dazu unter anderem die Verbesserung der Infrastruktur und des Branchenmix, verstärkte Kooperation der Betriebe sowie gezielte Werbemaßnahmen und die Nutzung neuer Technologien.

 

NÖ.Regional.GmbH

Die NÖ.Regional.GmbH ist die zentrale Anlaufstelle für Gemeinden und Kleinregionen zum Thema Regionalentwicklung in Niederösterreich. Sie berät, begleitet und vernetzt die regionalen Akteurinnen und Akteure bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten im Einklang mit der Hauptregionsstrategie. Die Marken der NÖ.Regional sind Dorferneuerung, Stadterneuerung, Gemeinde 21, Kleinregionen, Mobilitätsmanagement, Service Freiwillige, der Fachbereich Europa sowie Gemeindekooperationen. Jeder Gemeinde, jeder Region steht eine AnsprechpartnerIn mit breitem Expertenwissen zur Verfügung – quasi Ihr „Gesicht für die Gemeinde“, zu finden auch auf der Homepage www.noeregional.at.
Die Eigentümer der NÖ.Regional.GmbH sind das Land Niederösterreich (51%), die fünf Hauptregionsverbände (jeweils 6%) und der Verein NÖ Dorf- und Stadterneuerung – Gemeinschaft der Dörfer und Städte (19%).

Rubrik:: Panorama

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